Anti-Stalking Gesetz

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Seit 01. Juli 2006 in Kraft

Sie sind Opfer von Stalking (deutsch: Psychoterror), wenn Sie von einer Person über längere Zeit hinweg mit verschiedenen Mitteln gegen ihren Willen bedrängt und/oder belästigt werden.

Charakteristisch ist, dass Stalking-Handlungen gewisse Kontinuität und Häufigkeit aufweisen, in manchen Fällen über Monate und Jahre hinweg andauern. Das Opfer wird dabei z. B. mittels Verfolgung, Auflauern, Ausspionieren, brieflicher oder telefonischer Belästigung (oft auch per E-Mail, SMS,…) terrorisiert.

Ziel der TäterInnen ist es, z. B. eine Beziehung aufzunehmen, einen Beziehungsabbruch rückgängig zu machen oder sich für Kränkungen zu rächen. Die Auswirkungen auf die Opfer können von Schlaflosigkeit über Angst– und Panikattacken bis zu psychosomatischen Beschwerden reichen.

Wie soll ich reagieren?

  • Machen Sie dem Täter nur einmal und unmissverständlich klar, dass Sie keinen weitern Kontakt mehr zu ihm wollen. Ignorieren Sie dann die Person.
  • Dokumentieren Sie jede Kontaktaufnahme und sichern Sie Beweise (Briefe, SMS,…). Diese sind wichtig für rechtliche Schritte.
  • Informieren Sie ihr privates und berufliches Umfeld, dass Sie „gestalkt“ werden. Das stärkt Sie und schwächt den Täter.
  • Nehmen Sie keine Pakete oder Geschenke des Täters entgegen.
  • Bei Telefonterror informieren Sie sich über die technischen Schutzmöglichkeiten Ihres Telefonbetreibers.
  • Werden Sie mit dem Auto verfolgt, fahren Sie direkt zur nächsten Polizeidienststelle.
  • In konkreten Bedrohungssituationen wählen Sie den Polizeinotruf.
  • Nutzen Sie die Möglichkeit einer Beratung bei spezialisierten Einrichtungen.

Rechtliche Schritte

  • Strafanzeige bei jeder Polizeidienststelle
  • Unterlassungsklage
  • Einstweilige Verfügung

(Quelle: Folder der Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie)